Das Arche-Bau-Projekt - ein ökumenisches Projekt im Rahmen des ÖKT

In der Zeit von Mitte März bis Ende April waren wir mit ca. 180 Kindern und Jugendlichen am Bau der Arche für den ÖKT dabei. Die fachkundliche Anleitung von zwei Handwerkern, die ehrenamtliche im Projekt mitarbeiteten leisteten uns dabei einen großen Dienst. Es wurde genagelt und gesägt. 1000 Schindeln für das Dach der Arche wurden in Handarbeit gefertigt und auf das Dach genagelt. Da mußte man schon schwindelfrei sein. Um die Arche lebendig werden zu lassen, bauten wir mit den Jugendlichen auch Tiere für die Arche. Hier wurde entworfen, ausgesägt, bemalt und lackiert. Das handwerkliche Arbeiten hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht und es entstand dadurch ein direkter und persönlicher Bezug zur Arche und nebenbei ein gutes Miteinander zwischen allen am Bau beteiligten. Weil sie das Projekt zu faszinierte, beteiligten sich manche Jugendliche gleich mehrmals. Auch für die Anwohner und Spaziergänger war das Archezelt ein starker Anziehungspunkt. Sie wollten wissen, was wir da tun - und die Passanten waren in einer Zeit, in der in den Zeitungen die Wogen über der Kirche zusammenbrachen, sehr angetan von dem, wie sie Jugend und Kirche hier erlebten. Insgesamt gab es 12 Bautermine als Abendangebote und als Ganztagesprojekte an Samstagen und in den Osterferien statt. Beteiligt haben sich Firm- und Konfirmantengruppen, Dekanatsgruppen und Einzelne. Für eine Hauptschulklasse und zwei Kindergartengruppen organisierten wir extra Termine am Vormittag. So waren auch muslimische Jugendliche am Bau der Arche beteiligt, was dem Projekt neben der Ökumene auch eine interreligiöse Dimension verliehen hat. Fazit: gemeinsam handwerklich und kreativ zu arbeiten macht Spaß, es lassen sich leicht unterschiedlichste Gruppen beteiligen und begeistern - es ist identitätsstiften und gemeinschaftfördernd. Wir sollten weiter so an der Ökumene bauen, Ökumene leben. Beim Arche-Bau Projekt war dies auf alle Fälle kein Problem. 

Andrea Uhl